Träger: Institutfür soziale Gegenwartsfragen e.V. Stuttgart in Verbindung mit
Institut für zeitgemäße Wirtschafts- und Sozialgestaltung Dornach/CH

Verantwortlich: Udo Herrmannstorfer (Dornach),
Mag. Friedrich Platzer (Wien), Dr. Michael Ross
(Berlin), Dr. Christoph Strawe (Stuttgart),
Prof. Dr. Harald Spehl (Trier/Mainz) 


(

Was ist Dreigliederung des sozialen Organismus?

Initiative „Netzwerk 
Dreigliederung"

Rundbrief Dreigliederung
des sozialen Organismus

Institut für soziale Gegenwartsfragen

Fortbildungsseminare Individualität und soziale Verantwortung

Sozialforschung

Literatur

Studientexte zur Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage

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Englische Texte

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Studiengang Sozialentwicklung

 

Soziale Dreigliederung
als Weg zu Verständnis 
und Gestaltung sozialer Prozesse  

 

Sozialqualifizierende 
berufsbegleitende Ausbildung

 

Der dritte Durchgang des Studiengangs fand vom Februar 2010 bis Januar 2012 statt (s. die Dokumentation weiter unten).

Ab Oktober 2012 wird es ein neues modiziziertes Studienangebot geben, das modular aufgebaut sein wird. Näheres über dieses Angebot demnächst an dieser Stelle. Interessenten können sich als Termin der Basiswoche bereits jetzt den Zeitraum vom 14.-21. Oktober 2012 vormerken.
(Anreise So Abend, Ende So Mittag. Ort: Studienstätte Unterlengenhardt)


Dokumentation des dritten Durchgangs:


>> Warum ein Studiengang Sozialentwicklung?

>> Für wen ist der Studiengang ausgelegt?

>> Termine und Themen der einzelnen Blöcke

>> Über die Verantwortlichen

>> Organisatorisches

>> Bestellformular

>> pdf-Version (Flyer) zum Ausdrucken 

>> Plakat zum Ausdrucken

 

Warum ein Studiengang Sozialentwicklung

Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise hat viele Menschen aufgeschreckt. Sie hat die Brüchigkeit von Institutionen und Paradigmen vor Augen geführt, die lange unerschütterlich schienen und deren Kritiker besten Falls belächelt wurden. "Die heutige katastrophale Lage des Finanzsystems ist vor allem Folge einer rund 20 Jahre andauernden Irreführung und Fehlleitung durch falsche Theorien", so jüngst der berühmte Managementtheoretiker Fredmund Malik, der dabei u.a. Shareholder Value und Wertsteigerungsdoktrin nennt. ("Burnout des Finanzsystems", 22.4.08). An vielen Stellen in unserer Gesellschaft dämmert die Ahnung auf, dass ein Neubeginn erforderlich ist. Wie aber müsste er aussehen? Wo liegt der Veränderungsbedarf nicht nur unserer Geldordnung, sondern unserer gesamten Wirtschafts- und Sozialordnung?

Ein Ansatz zur Bearbeitung dieser Frage ist die soziale Dreigliederung: Strukturen, die eine verantwortliche Gestaltung der Verhältnisse durch die Menschen behindern, sind nicht mehr zeitgemäß. Eine Gliederung des sozialen Lebensgefüges, welche Freiheit für die Kultur, konsequente demokratische Rechtsstaatlichkeit und partnerschaftlich-solidarische sowie nachhaltige Formen der Ökonomie ermöglicht, steht auf der Tagesordnung..  

Die zivilgesellschaftliche Bewegung wandte sich 1989 gegen einen Staat, der die Kultur unterdrückte und die Wirtschaft bürokratisch bevormundete. Die zivilgesellschaftliche Bewegung seit 1999 leistet Widerstand gegen eine von Konzern- und Finanzinteressen bestimmte Ökonomie, die die Kultur ebenfalls fremdbestimmt und die Demokratie aushöhlt, zugleich auch das Wirtschaftsleben selbst verformt und seiner eigentlichen Aufgabe entfremdet.

Überall machen sich Menschen auf den Weg der Suche nach Alternativen. Viele von ihnen wollen nicht auf Veränderung warten, sondern schaffen alternative und innovative Einrichtungen und Unternehmen bzw. stellen ihre Fähigkeiten solchen Einrichtungen und Unternehmen zur Verfügung, wo sie bereits entstanden sind.

Wer die soziale Welt verändern will, muss sie erkennen - und das heißt vor allem die menschliche Relevanz aller sozialen Fragen verstehen. Daher bedarf es einer Sozialwissenschaft, die theoretisch und praktisch zugleich ist und die auf einer empirisch begründeten Anschauung des Menschen aufbaut. Eine solche Sozialwissenschaft ist die anthroposophisch orientierte. Ihre Essenz ist die Sozialgestaltung aus der Anschauung des Menschen als eines der Freiheit und Verantwortung fähigen geistig-seelisch-leiblichen Wesens. Der Arbeitsansatz der Dreigliederung des sozialen Organismus ist in diesem Menschenverständnis begründet.

Durch den Studiengang ist ein Ort entstanden, wo ein gründliches Studium alternativer und anthroposophisch orientierter Sozialwissenschaft möglich ist. Da viele Menschen, die nach einem solchen Studium suchen, bereits beruflich engagiert sind, muss die Ausbildung notwendig berufsbegleitende ausgelegt sein. 

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Für wen ist der Studiengang ausgelegt und was erwartet
die TeilnehmerInnen?

Der Studiengang, dessen erster Durchgang 2006 begann, bietet eine Integration von Grundlagenarbeit und Praxisfragen, wie sie vom Leben immer mehr gefordert wird.

  • Menschen, die in Einrichtungen Verantwortung tragen, müssen sich mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen und auf diese Einfluss zu nehmen versuchen, wenn nicht von außen der innere Impuls behindert und unterdrückt werden soll. Außerdem verlangen Aufgaben in der Führung von Einrichtungen heute nicht nur entsprechende fachliche Kompetenzen, sondern zugleich eine erweiterte Sozialkompetenz. Für beides braucht es ein Studium der sozialen Dreigliederung, das nicht nur das allgemeine Verständnis vertieft, sondern die Gestaltungsfähigkeiten erweitert, also „sozialqualifizierend“ ist.

  • Auf der anderen Seite brauchen Menschen, die sich in sozialen Bewegungen, NGOs und Netzwerken als AktivistInnen betätigen, nicht nur ein tiefergehendes allgemeines Verständnis der nötigen gesellschaftlichen Umgestaltungen, sondern auch das Gespür für die Probleme, die bei der Umsetzung allgemeiner Leitlinien für eine andere Welt in die konkrete Praxis entsprechender Einrichtungen auftreten.

  • Eine dritte Gruppe sind Menschen, die in die skizzierten Verantwortlichkeiten hineinwachsen wollen und dafür eine qualifizierte Vorbereitung suchen, während derer sie einstweilen ihre bisherige Berufs- oder auch Studientätigkeit fortsetzen wollen.

Für Menschen, die in dieser Richtung Bedarf haben, ist der Studiengang Sozialentwicklung ausgelegt.

Methodisch spielen dabei neben den „klassischen“ Formen wie Impulsreferate, Arbeitsgespräche, die Bearbeitung von Fragestellungen aus dem Teilnehmerkreis, praktische Übungen, gemeinsame Zeitbetrachtungen und der Austausch und die Auswertung der Erfahrungen, die die TeilnehmerInnen aus ihrem jeweiligen Organisationsumfeld mitbringen, eine wichtige Rolle - wie auch individuell übernommene Arbeitsaufgaben. Dadurch wird  das jeweilige Thema von verschiedenen Seiten her durchdrungen, so dass lebendige Bilder des sozialen Geschehens und entsprechende Fähigkeiten  entstehen können, die die Quelle neuer Gestaltungen darstellen können.  


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Termine und Themen der einzelnen Blöcke

1. Studienjahr  

Arbeitswoche (6.-12. Februar 2010)
Die sozialen Konsequenzen individueller Mündigkeit: 
Grundlagen und Aktualität der Dreigliederung des sozialen Organismus

Wochenendseminar (9./10. April 2010)
Selbstverwaltung und Eigenverantwortung: 
Soziale Lebensprozesse und Organbildung 

Wochenendseminar (11./12. Juni 2010)
Fähigkeiten, Intelligenz, Kreativität: 
Die Kraft individueller Impulse im sozialen Leben. 
Freiheit und Gesellschaft

Wochenendseminar (17./18. September 2010
Bedarf, Arbeitsteilung, Finanzierung: 
Solidarität als Gestaltungskraft wirtschaftlicher Prozesse 
im sozialen Organismus

Wochenendseminar (5./6. November 2010)
Vereinbarung, Abstimmung, Regelung: 
Gleichheit als Grundlage des Rechtslebens in der Gesellschaft

Wochenendseminar (14./15. Januar 2011)
In Entwicklungen denken: Nachhaltige Entwicklung  

 

2. Studienjahr

Arbeitswoche (13.-19. Februar 2011)
Sozialgestaltung und Menschenverständnis -
Das Soziale als Übungsfeld menschlicher Entwicklung

Wochenendseminar (1./2. April 2011)
Der Vertrag als Quelle modernen Rechts -
Der Rechtsstaat als Schutz- und Förderraum

Wochenendseminar (27./28. Mai 2011)
Perspektiven und Praxis des assoziativen Wirtschaftens
Fragen der Preis- und Einkommensbildung

Wochenendseminar (16./17. September 2011)
Die Bedeutung des Eigentums
für die individuelle und soziale Entwicklung
 

Wochenendseminar (11./12. November 2011)
Die Neuordnung des Geldwesens

Verlängertes Wochenendseminar (12.-15. Januar 2012)
Vom Ganzen her wollen (Arbeit, soziale Sicherung)

Abschließende Intervision der Teilnehmer/innen
 

Änderungen bleiben vorbehalten. 


>>> Programme von Einzelseminaren des 1. Durchgangs als Beispiele für die Programmgestaltung (PDF) <<<

>>> Programme von Einzelseminaren des 2. Durchgangs als Beispiele für die Programmgestaltung (PDF) <<<

>>> Termine des 2. Durchgangs >>>

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Organisatorisches

Ort: Die Arbeitswochen und das abschließende verlängerte Wochenendseminar finden in der >> Studienstätte Unterlengenhardt, Burghaldenweg 46, D-75378 Bad Liebenzell-Unterlengenhardt statt, alle übrigen Wochenendseminare im  >> Anthroposophischen Zentrum, Wilhelmshöher Allee 261, D-34131 Kassel.

Studiengebühren: Die einfache Teilnahmebeitag beträgt € 1.500 pro Studienjahr, der Förderbeitrag € 2.000. Hinzu kommen Kosten für eine - preisgünstige - Unterbringung und Verpflegung. 
Ökonomisch ist die Durchführung des Studiengangs mit davon abhängig, dass besser gestellte TeilnehmerInnen den Förderbeitrag bezahlen. Maßgeblich ist dafür die Selbsteinschätzung.
Bei Härtefällen suchen Sie bitte das persönliche Gespräch mit uns.

 

Anmeldeunterlagen und weitere Informationen:
Institut für soziale Gegenwartsfragen,
Libanonstr. 3, D-70184 Stuttgart, Tel. 0711 / 23 68 950, Fax 0711 / 23 60 218,
E-Mail: Institut@sozialimpulse.de, Internet: www.sozialimpulse.de


Über die Verantwortlichen

Udo Herrmannstorfer (Dornach); * 1941, Industriekaufmann, Betriebswirt (HWL), volkswirtschaftliches Studium. Seit 1971 als selbständiger Unternehmensberater tätig mit Schwerpunkten Organisation und Ausbildung. Studium der Anthroposophie und ihrer sozialen Impulse. Beratung und Begleitung von Initiativen, die nach neuen Formen suchen, - vor dem Hintergrund der Idee der Dreigliederung. Sozialwissenschaftliche Bearbeitung gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Fragestellungen. Internationale Vortrags- und Seminartätigkeit, Arbeit als Redakteur und Autor. Leiter des Instituts für zeitgemäße Wirtschafts- und Sozialgestaltung in Dornach.

Mag. Friedrich Platzer(Wien); * 1962 - + 2011, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft, Geschäftsführer eines autonomen Kulturzentrums, Studium der sozialen Dreigliederung in Stuttgart 1987, seit 1994 Unternehmensberatung und Organisationsentwicklung mit dem Arbeitsschwerpunkt: selbstverwaltete Einrichtungen, Leitung der Fachgruppe „Wege zur Qualität, Sozialtherapeuten in Österreich", langjährige Erfahrung in der Gestaltung von Entwicklungsprozessen und Lerngruppen im Rahmen der Selbstverwaltung; Trainings im Bereich Führung in der Selbstverwaltung, Team- und Konferenzarbeit, Kommunikation; verheiratet, 3 Kinder. Einen Nachruf auf unseren lieben Freund und Kollegen finden Sie >>> hier.

Dr. Michael Ross (Berlin); * 1963, Studium der Soziologie, Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Mehrjährige Unterrichtstätigkeit (Anthroposophie und soziale Dreigliederung) und Mitarbeit in der Selbstverwaltung in einer freien Hochschulinitiative. Seit 1996 als selbständiger Berater im Bereich betrieblicher Bildung und Unternehmenskultur tätig. Vortrags- und Seminartätigkeit, diverse Publikationen. Seit 1998 als Begleiter und Auditor im Bereich Qualitätsentwicklung in sozialen und pädagogischen Institutionen tätig. Mitglied des Verfahrenskreises und Leiter der deutschen Zweigstelle der „Stiftung Wege zur Qualität“.

Prof. Dr. Harald Spehl (Trier); * 1940, Studium der Volkswirtschaftslehre. Tätigkeit als Forschungs- und Lehrassistent an den Universitäten Münster und Köln, 1973-1975 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Abteilung Raumplanung der Universität Dortmund, von 1975 bis zur Emeritierung 2007 Professor für Volkswirtschaftslehre in Trier. Arbeitsschwerpunkte sind Regionalentwicklung und Regionalpolitik, Fragen des Zusammenhangs von Ökologie, Ökonomie und Sozialentwicklung (Nachhaltige Entwicklung) und Kooperation in Wirtschaft und Gesellschaft. Seit 1990 Neuorientierung auf der Grundlage der Dreigliederung des sozialen Organismus.

Prof. Dr. Christoph Strawe (Stuttgart); * 1948, Studium (Philosophie und Sozialwissenschaft). Politisches Engagement in der Studentenbewegung. Tätigkeit als Referent bei einem NS-Verfolgten-Verband und als Verlagslektor. Studium der Waldorfpädagogik. 1986 Habilitation an der Universität Jyväskylä (Finnland). Lehrtätigkeit u.a. an der Freien Hochschule Stuttgart (Seminar für Waldorfpädagogik). Überregionale Vortrags- und Seminartätigkeit. Buchveröffentlichungen (u.a. "Marxismus und Anthroposophie"). Geschäftsführer des Instituts für soziale Gegenwartsfragen Stuttgart, Redakteur der Zeitschrift „Sozialimpulse - Rundbrief Dreigliederung des sozialen Organismus" der Initiative Netzwerk Dreigliederung.

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Letzte Aktualisierung: 26.10.2009